Einsegnung des Marien-Hospiz

Siegen, 18. März 2018 (MKS) - Mitte März wurde das Marien-Hospiz „Louise von Marillac“ auf der Eremitage in Wilnsdorf von Weihbischof Hubert Berenbrinker eingesegnet. Lange Zeit war die Eremitage Heimat des Klarissen-Ordens. Nun wurde das Kloster umgebaut. So sollen Schwerstkranke mehr Lebensqualität erfahren. Weihbischof Berenbrinker zeigte sichsehr erfreut, wieder an alter Wirkungsstätte zu sein. Er hieß die Anwesenden zu „diesem denkwürdigen Ereignis“ willkommen, bevor er die Bedeutung des Patronats der Heiligen Louise für das Hospiz erläuterte und dann, begleitet von Hubert Berschauer, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Sozialstiftung, die einzelnen Räume des Hospiz‘ segnete.

Video-Impressionen der Einsegnung des Marien-Hospiz Siegen

„Für einen Euro hat das Siegener St. Marien-Krankenhaus die Klosteranlage auf der Eremitage der Marien-Gemeinde abgekauft“, verkündete Pfarrer Wolfgang Winkelmann mit einem Augenzwinkern nach der Eucharistiefeier zu Ehren der Heiligen Louise. Mit dieser symbolischen Kaufabwicklung sei der Grundstein für das Projekt Marien-Hospiz Louise von Marillac gelegt worden. Als die letzten Schwestern des Klarissen-Ordens das Kloster altersbedingt verlassen hatten, stellte sich der Gemeinde die Frage nach dem Fortbestand der Klosteranlage. „Sogar der Abriss des Gebäudes wurde damals erwogen“, so Pfarrer Winkelmann. Umso mehr habe sich die Gemeinde über den Erhalt des Gebäudes gefreut.

Bei diesem einen Euro sei es natürlich nicht geblieben, so der Hauptgeschäftsführer der St. Marien-Krankenhauses Siegen gGmbH, Hans-Jürgen Winkelmann, in seinem Grußwort. Viele Umbauten mussten seit dem Beginn der Bauarbeiten Anfang 2017 ausgeführt werden.„Ohne die Spenden und Stifter wäre es nicht möglich gewesen“, ergänzte Hubert Berschauer, Vorsitzender der Katholischen Sozialstiftung. Dank gelte dem Erzbistum Paderborn und den vielen Gemeinden vor Ort. Und der zukünftigen Leiterin des Marien-Hospizes Juliane Schneider: „Jeder, der sie kennt, weiß um ihre Begeisterung für das Projekt.“ Niemand sei besser geeignet für diese Aufgabe als sie.

Nach den Ansprachen konnten sich die zahlreichen Besucher selbst ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machen. Ab 2. Mai soll das Hospiz schwerkranken Menschen „mehr Lebensqualität am Lebensende geben und sich an den Bedürfnissen der Bewohner orientieren“, erklärt Juliane Schneider.