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Digital ankommen

Siegen, 7. März 2017 (MKS) - Vielleicht ist es dem einen oder anderen Besucher bereits aufgefallen: Das St. Marien-Krankenhaus Siegen hat das System zur Datenerfassung umgestellt; Formulare der Patientenaufnahme werden jetzt mit einem neuartigen Stift ausgefüllt. Die neue Technologie besteht aus einem digitalen Stift, in den eine kleine Kamera integriert ist. Auf einem handelsüblichen Blatt Papier, das mit einem individuellen Punkteraster bedruckt wird, erkennt die Kamera im Stift was mit ihm geschrieben wird.

Über eine Docking-Station werden die Daten ausgelesen und direkt in das Krankenhaussystem übertragen.  Das bisher übliche Kopieren und Scannen entfällt ebenso wie das Führen einer Papierakte.

„Das Angenehme für Patienten und Mitarbeiter ist, dass Arbeitsabläufe wie gewohnt beibehalten werden können und sich der Anmeldeprozess weiter verkürzt. Durch diese Zeitersparnis können wir uns noch mehr um das Wohl unserer Patienten kümmern“, findet das Team der Patientenverwaltung im St. Marien-Krankenhaus Siegen.

Ronald Hackhausen-Kölsch, Leiter Zentraler Dienst IT und Informationsmanagement, hat mit seinem Team diese Technik für das St. Marien-Krankenhaus Siegen ausgewählt, um den Weg in die digitale Zukunft zu beschreiten: „Seitdem die Patientenaufnahme fast vollständig digital geschieht, arbeiten die Sekretariate und Fachabteilungen ebenfalls nahezu papierlos.“ Das St. Marien-Krankenhaus Siegen verspricht sich davon, optimierte Prozesse und Abläufe die letztlich dem Wohl der Patienten zu Gute kommen. Da die Technik auch zur Datenerfassung genutzt werden kann, werden im weiteren Ausbau auch die Leistungserfassung sowie die Anästhesiedokumentation direkt vom Papier aus digitalisiert werden.

„Die Daten der Leistungsdokumentation sowie der Anästhesiedokumentation sind bislang nur durch eine manuelle Nacherfassung zugänglich gewesen“, erläutert Wolfgang Ax, Mitarbeiter aus dem Zentralen Dienst IT und Informationsmanagement. „Auch hier ist das Ziel, unsere Leistungen für unsere Patienten weiter zu optimieren“, ergänzt Ronald Hackhausen-Kölsch. Diese innovative Technologie bietet neben den bisher genannten Vorteilen eine zukunftsweisende Möglichkeit, das Bestreben nach papierarmen und umweltschonenden Prozessen voranzutreiben. Ein entscheidender Vorteil gegenüber der herkömmlichen Dokumentation im Praxisalltag ist: Einmal geschrieben, können Daten ganz unkompliziert und sicher archiviert werden und stehen für jede Form der digitalen Verarbeitung zur Verfügung, auch dem medizinischen Controlling und Qualitätsmanagement.

„So manches herkömmliche Papierarchiv wird damit überflüssig“, freut sich Alfred Otterbach, Leiter des zentralen Diensts Patientenverwaltung. Auf die übersichtliche Dokumentation auf spezifischen Formularen wird zwar nicht generell verzichtet werden können, das doppelte Ausfüllen und Bearbeiten von Dokumenten aber dürfte der Vergangenheit angehören.


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