Das medizinische Fachgespräch

Sicher ankommen

Das St. Marien-Krankenhaus Siegen hat in den letzten Jahren sein Angebot in der Geburtshilfe stark ausgeweitet. Dazu gehören die neuen Kreißsäle und die jetzt fertiggestellte neue Wöchnerinnenstation. Rund 800 Geburten werden pro Jahr vom Team um Chefarzt Dr. med. Badrig Melekian betreut – dabei kommen die werdenden Mütter nicht nur aus dem direkten Umfeld der Klinik, sondern aus der gesamten Region. Chefarzt Dr. med. Badrig Melekian erläutert gegenüber marienkrankenhaus.com die Vorzüge seiner Klinik.

marienkrankenhaus.com: Herr Dr. Melekian, warum entscheiden sich so viele werdende Mütter für eine Geburt im St. Marien-Krankenhaus Siegen?

Dr. Badrig Melekian: Ich denke, dass einer der wichtigsten Gründe im breit aufgestellten, umfassenden und zugleich individuell zugeschnittenen Angebot in der Geburtshilfe zu finden ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen hier ein sehr hohes persönliches Engagement. Im Mittelpunkt stehen die werdende Mutter und das ungeborene Kind. Unser Team tut alles dafür, die individuellen Wünsche möglich zu machen und die maximale Sicherheit für Mutter und Kind zu gewährleisten. Invasive Maßnahmen werden auf ein Minimum begrenzt. Auch die werdenden Väter werden nicht allein gelassen. Wenn die Möglichkeit von der Belegung her besteht kann der Vater die Tage gemeinsam mit Mutter und Kind im Krankenhaus verbringen.

marienkrankenhaus.com: Und dies in einem nicht ganz einfachen Umfeld? Was erwarten Sie nun?

Dr. Badrig Melekian: Sie sprechen die Baumaßnahmen mit völliger Neugestaltung der Wochenbettstation an. Diese waren für uns und insbesondere für die Patientinnen eine echte Herausforderung. Daher ist die weiterhin sehr positive Wahrnehmung der Frauenklinik im St. Marien-Krankenhaus ein Verdienst des Teams. Doch lassen Sie mich eine bekannte Redewendung umdrehen: Wo Schatten ist, da ist auch Licht. Ich meine damit, dass die nun hinter uns liegende Baumaßnahme unsere Klinik zur modernsten Geburtshilfe der Region gemacht hat und nun das Komplettangebot stimmt.

marienkrankenhaus.com: Sie heben die Leistung des Teams hervor.

Dr. Badrig Melekian: Ja. Ihnen gilt mein ganzer Respekt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben nicht nur die Spannungen der Baumaßnahme so gut wie möglich entschärft, vielmehr haben sie hier eigeninitiativ auch den organisatorischen Wandel gestaltet, sich umfangreich weitergebildet und letztendlich unsere neue Konzeption in der Geburtshilfe implementiert. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar, denn sie bietet den jungen Frauen die Möglichkeit, eine natürliche Geburt bei gleichzeitig hoher Sicherheit im Hintergrund zu haben. Nach der Entbindung ermöglicht das Konzept der Integrativen Wochenbettpflege die optimale Betreuung und das sich aneinander Gewöhnen von Mutter und Kind.

marienkrankenhaus.com: Gibt es bei uns weniger Kaiserschnitte als in anderen vergleichbaren Kliniken?

Dr. Badrig Melekian: Das hat nicht unbedingt direkt etwas miteinander zu tun. Wir liegen etwa auf dem Niveau anderer Krankenhäuser. Die Kaiserschnitte resultieren aber nicht primär aus besonderen Wünschen der Schwangeren, sondern sind vor allem medizinisch indiziert und sind in dem hohen Sicherheitsbedürfnis der werdenden Eltern begründet.

marienkrankenhaus.com: Was ist denn überhaupt im St. Marien-Krankenhaus möglich?

Dr. Badrig Melekian: Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass eine Geburt bei uns ganz nach den Wünschen der werdenden Mutter möglich ist. Die modernen Kreißsäle bieten hierzu viele Varianten – von der Geburt im Liegen, auf dem Gebärhocker, im Viefüßlerstand, etc. bis hin zu Wassergeburt. Die Hebammen beraten hierzu gerne. Ich empfehle da auch gerne unseren regelmäßigen Informationsabend an jedem letzten Dienstag im Monat. Auch bei Zustand nach Kaiserschnitt oder bei Zwillingen oder bei Kindern in Beckenendlage ist in unserer Klinik eine vaginale Geburt möglich.

marienkrankenhaus.com: Herr Dr. Melekian, vielen Dank für Ihre Ausführungen.