Sehr geehrte Damen und Herren,

Bewohner und Pflege verbindet eine ganz enge Partnerschaft. Das ist bekannt, aber ich führe es deshalb an, weil diese Tatsache, und eine solche ist es, bei den kontroversen Reformdebatte fast in den Hintergrund gerückt ist. Ich möchte nur hervorheben, dass bei aller Notwendigkeit, Reformen durchzuführen, das Verhältnis von Pflege zum Bewohner nicht leiden darf. Denn im Alter haben persönliche Zuwendung und Geborgenheit oberste Priorität – heute und morgen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, älteren Mitmenschen ein behagliches Zuhause zu geben, in dem sie Lebensqualität und Freude im Alter finden. Ältere Menschen stehen zu Recht mit allen ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und ihren Geschichte im Mittelpunkt des Handelns in den Wohn- und Pflegeeinrichtungen Marienheim, Haus St. Elisabeth, Haus St. Klara und Haus Mutter Teresa unserer GSS Gesundheits-Service Siegen. Denn sie lassen sich nicht in Funktionen, Körperteile oder gar Pflegestufen untergliedern, sondern müssen als Mitmenschen betrachtet werden. Auch in Zeiten vorliegender Reformansätze ist das christliche Selbstverständnis Grundlage unserer Arbeit. Jeder Mensch hat seine ganz spezielle Lebensgeschichte, die ihn zu einem individuellen und liebenswerten Mitglied unserer Gesellschaft gemacht hat. Wir stellen uns der Einzigartigkeit und Verschiedenheit unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Wir holen den Menschen mit seinen Erlebnissen dort ab, wo er sich lebensgeschichtlich befindet. Nur auf Basis der Biografie einer Bewohnerin oder eines Bewohners kann eine sinnvolle und ausgeglichene Pflege stattfinden.

Dies bedeutet, dass wir Wert darauf legen, dass der alte Mensch sich mit persönlichen Dingen umgeben kann und dass wir ihm ermöglichen, ihm wichtige Beziehungen aufrechtzuerhalten. Es darf nicht die Aufgabe von Pflegenden und Helfenden in Wohn- und Pflegeeinrichtungen sein, dem pflegebedürftigen Mitmenschen seine Selbstbestimmung abzunehmen. Die Bewohner in unseren Wohn- und Pflegeeinrichtungen bringen ihre eigene Person in den Pflegealltag mit ein und versuchen, unterstützt durch aktivierende Pflege, Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit in möglichst hohem Umfang zu bewahren. Und an dieser partnerschaftlichen Konzeption wird sich auch im laufenden Reformprozess nichts ändern. Unsere gemeinnützigen Einrichtungen werden mit der vielfach zu beobachtenden starken Unterstützung aus den Gemeinden ihren Auftrag erfüllen.

Als moderne Wohn- und Pflegeeinrichtungen wollen wir deshalb auch in Zukunft Hinweise von Bewohnern, Angehörigen und Besuchern zu unserem Handeln positiv aufnehmen. Nur dann erfahren wir konstruktive Anregungen und haben die Chance, uns darauf für unsere Bewohner, in unserem eigenen und im Interesse der Wohn- und Pflegeeinrichtungen Marienheim, Haus St. Klara, Haus St. Elisabeth, Haus St. Raphael und Haus Mutter Teresa einzustellen. So können der Ruf und das Ansehen der Wohn- und Pflegeeinrichtungen der GSS Gesundheits-Service Siegen in der Bevölkerung, auch im Vergleich zu anderen Häusern, kontinuierlich verbessert werden.

Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Diana Ruhmöller
Leitung Sparte Altenhilfe