Kreuzbandverletzung

Bei frischen Kniegelenksverletzungen mit Schwellung des Kniegelenkes (Erguß oder Hämarthrose) kann ein komplexer Kniebinnenschaden mit z.B. Meniskusriss, Seitenbandverletzung und Kreuzbandverletzung oder sogar Kreuzbandriss (Kreuzbandruptur) der Hintergrund sein. Zur Abklärung kann alternativ zur Röntgenuntersuchung und den klinischen Abklärungen auch ergänzend eine Kernspinuntersuchung (MRT) notwendig werden.

Je nach Ausmaß der Verletzung bzw. bei zum Beispiel unhappy triad (Innenmeniskus / Innenband und VKB-Ruptur) wird in der Regel eine zweiseitige operativer Versorgung erfolgen. Bei isolierter Vorderkreuzbandruptur (VKB) kann eine zeitnahe Kreuzbandersatzplastik erfolgen.

Eine VKB-Ersatzplastik erfolgt mittels Semitendinosus- und Gracilissehne (sog. Hamstrings) transarthroskopisch. Bei wiederholter Kreuzbandruptur kann auch eine Transplantat-Entnahme aus der Quadrizepssehne erfolgen.

Hintere Kreuzbandrupturen werden in der Regel konservativ behandelt. Sollte eine hintere chronische Instabilität persistieren, wird eine ähnliche Hinterkruzbandplastik transathroskopisch erfolgen.

Kindliche Kreuzbandrupturen werden in unserer Klinik mit wachstumsfugenschonenden Implantaten (Endobutton) ebenfalls transathroskopisch versorgt.

Nachbehandlung:

Zur Nachbehandlung nach einer Kreuzbandoperation sind feste Schemata vorhanden. Je nach Muskelstatus kann frühestens nach 6 Monaten mit einer sportlichen Belastung begonnen werden.