Was bedeutet Afterloading?

Man sagt auch Nachladetherapie oder Bestrahlung von innen. Beim Afterloading (AL) wird eine Hülse bzw. Sonde, ein sogenannter Applikator in eine Körperhöhle (z.B. Speiseröhre, Luftröhre, Enddarm, Scheide, Gebärmutter) eingebracht. Über diesen Applikator erfolgt dann die Bestrahlung mit einem speziellen Bestrahlungsgerät.. Zuvor wird mittels Röntgenuntersuchungen die korrekte Lage der Bestrahlungssonden und Messsonden ermittelt und dokumentiert. Der Arzt und Physiker planen und berechnen dann die Dosis, die appliziert werden soll. Erst wenn der Bestrahlungsplan optimal ist und vom Chefarzt abgezeichnet wurde, wird die „Strahlenquelle“ mit Schläuchen an den Applikator angeschlossen. Nun fährt die Strahlenquelle über die Anschlußschläuche in den Tumor oder nach Operation in die nachzubestrahlende Region. Die Bestrahlung dauert je nach Dosis und Aktivität der Quelle zwischen 3 und 15 Minuten. Bitte bleiben Sie während dieser Bestrahlung ruhig liegen, wir sehen und hören Sie von draußen. Sie brauchen keine Angst zu haben. Die Sonden und Applikatoren werden nach der Behandlung entfernt und Sie bleiben dann noch ein paar Stunden oder ein Tag auf der Station zur Überwachung. Keine Angst, Sie „strahlen“ nach dieser Behandlung nicht! Die Strahlung ist vorbei, wenn Ihre Bestrahlung beendet ist. Bei manchen Erkrankungen wird die Afterloadingbestrahlung und die Bestrahlung von außen mit dem Linearbeschleuniger kombiniert. Meistens sind 3 bis 5 Afterloading-Bestrahlungen notwendig