Umstellungsosteotomie am Kniegelenk

  1. Die häufigste durchgeführte Korrektur-Operation ist die sogenannte Umstellungsosteotomie auf Grundlage einer o-Beinfehlstellung (Varusfehlstellung). Nach entsprechender präoperativer Vorbereitung und Planung erfolgt eine keilförmige partielle Durchtrennung des Schienbeins (Tibia) in der Nähe des Schienbeinkopfes (knapp unterhalb der Innenseite des Kniegelenkes) und Aufklappen des Schienbeins. Diese partielle Durchtrennung des Schienbeins wird dann mittels einer speziellen Titanplatte (Tomofix), welche an die Innenseite des Schienbeins angeschraubt wird, stabilisiert. Diesen Eingriff nennt man eine „valgisierende Open-Wedge-Osteotomie“.
  2. Deutlich seltener werden Korrektur-Operationen bei einer x-Beinfehlstellung (Valgusfehlstellung) durchgeführt. Anders als bei der o-Beinfehlstellung erfolgt bei der x-Beinfehlstellung eine partielle Durchtrennung des Oberschenkelknochens knapp oberhalb der Innenseite des Kniegelenkes und ebenfalls Stabilisierung mittels einer verschraubten Platte.

Nachbehandlung einer Umstellungsosteotomie:

Zunächst ist je nach Eingriff eine Entlastung von 2-3 Wochen an Unterarmgehstützen notwendig. In dieser Zeit erfolgen physiotherapeutische Übungsbehandlungen. Nach Wundheilung kann meist mit einer moderaten Aufbelastung des operierten Beines begonnen werden. Ziel ist es eine volle Belastbarkeit nach ca. 6-8 Wochen zu erreichen.

Der stationäre Aufenthalt beträgt zwischen 4-6 Tagen.