Schulter-TEP

Verschiedene Endoprothesenformen sind abhängig vom Ausmaß der Gelenkzerstörung indiziert:

  • Hemiendoprothese (Teilprothese, Ersatz nur des Oberarmkopfes) bei intaktem Knorpel der Gelenkpfanne, bei jüngeren Patienten (unter 50 Jahre), bei sehr hoher beruflicher oder sportlicher Schultergelenksbelastung: Oberflächenersatz, Kalottenersatz.
  • Konventionelle Totalendoprothese (TEP, Ersatz beider Gelenkpartner) bei weitgehend intakter oder rekonstruierbarer Rotatorenmanschette.
  • Inverse Schulterprothese („vertauschte“ Funktion der Gelenkpartner) bei zerstörter oder nicht rekonstruierbarer Rotatorenmanschette.


Nachbehandlung nach Schultergelenkersatz:

Immobilisationsbandage 3 Wochen Tag und Nacht, danach weitere 3 Wochen nur Nachts. Mobilisierung des Gelenks schon ab dem 2. postoperativen Tag aus der Bandage heraus, zunächst passiv-assistiert, nach 2 Wochen zunehmend auch aktiv. In den ersten 6 Wochen Limitierung der Abduktion auf 90° und Aussenrotation auf 10°. Ab der 7. Woche kann die Bandage weggelassen werden, dann funktionelle Nachbehandlung aktiv.

Nach Schulterendoprothetik erfolgt die Verordnung eines Bewegungsstuhls für zu hause, auf dem der Patient passiv geführte Bewegungen ausführt.

Stationäre Behandlung nach Schultergelenksarthroskopie: 1-2 Tage. Stationäre Behandlung nach Schulterendoprothetik: In der Regel 10 Tage (bis zur Wundheilung).

An die stationäre Behandlung schließt sich bei Schulterendoprothesen eine 3-wöchige ambulante oder stationäre Rehabilitation an.