Therapie bei Meniskusläsion

Meniskusresektion

Die komplette Meniskektomie wurde bis in die 70er Jahre durchgeführt. Mittlerweile ist dieses Verfahren historisch, da sich durch klinische und biomechanische Studien gezeigt hat, dass durch den Verlust des Meniskus der Knorpel eine deutlich höhere Belastung kompensieren muss und hierdurch frühzeitig verschleißt.

Die partielle Meniskektomie, die in der Regel arthroskopisch durchgeführt wird, ist der Therapiestandard. Die Meniskektomie erfolgt so schonend wie möglich (es wird soviel Meniskusgewebe erhalten wie möglich!).

  • Beim Korbhenkelriss wird der innen gelegene Anteil des Meniskus entfernt, indem die hintere und vordere Begrenzung des Risses bis an den inneren Meniskusrand verlängert wird.
  • Ein Radiärriss wird halbkreisförmig ausgeschnitten.
  • Beim Horizontalriss wird ebenfalls der gerissene Anteil bogenförmig entfernt.

Durch die Operation kann in der Regel nach einigen Wochen weitgehende Beschwerdefreiheit erzielt werden. Eine Spätarthrose ist nicht zwangsläufig und tritt deutlich seltener auf als nach der früher üblichen vollständigen Entfernung des defekten Meniskus.

Meniskusnaht

Insbesondere bei jungen Menschen wird - sofern machbar - eine Naht des Meniskus angestrebt. Diese ist insbesondere bei Rupturen im peripheren Drittel möglich, da hier mit einer ausreichenden Blutzufuhr von der Meniskusperipherie zur Heilung der Ruptur gerechnet werden kann. Typischerweise handelt es sich bei dieser Art Ruptur um Korbhenkelrisse.

Die Naht erfolgt ebenfalls arthroskopisch und kann mit speziellen Nahtsystemen rein arthroskopisch (all-inside Nahtsystem) oder inside-out oder outside-inn erfolgen.

Meniskustransplantation

Um vor allem den jungen Patienten mit Zustand nach subtotaler Meniskusresektion vor einer frühzeitigen Arthrose, einer schlechteren Kniefunktion und einer Instabilität zu bewahren, erfolgt die Implantation eines biologisch und vollständig resorbierbares Implantat aus hoch gereinigtem Kollagen mit einer porösen Struktur. Es wird anstelle des entfernten Meniskusgewebe arthroskopisch eingenäht und nutzt die Fähigkeit des Körpers zur eigenen Geweberegeneration. Die poröse Implantat-Matrix dient anfangs als Leitschiene für das Einwandern körpereigener Zellen und wird danach vollständig abgebaut. Ein mit einem Regenerationsgewebe aufgefüllter Defekt, verringert das Arthroserisiko, zeigt hervorragende funktionelle Ergebnisse und verbessert damit die Lebensqualität und Belastbarkeit des Patienten.