Kreuzbandverletzung

Bei frischen Kniegelenksverletzungen mit Schwellung des Kniegelenkes (Erguß oder Hämarthros) kann ein komplexer Kniebinnenschaden mit z.B. Meniskusriss, Seitenbandverletzung und Kreuzbandverletzung oder sogar Kreuzbandriss (Kreuzbandruptur) der Hintergrund sein. Zur Abklärung kann alternativ zur Röntgenuntersuchung und den klinischen Abklärungen auch ergänzend eine Kernspinnuntersuchung (MRT) notwendig werden.

In der Regel wird dann zunächst einen arthroskopischen Eingriff durchgeführt, um den Kniebinnenschaden sicher zu stellen und zu behandeln (z.B. Meniskusrupturen) und bei VKB-Ruptur das Kniegelenk bereits für eine VKB- Ersatzplastik vorzubereiten.

Ca. 6-10 Wochen später, je nach Art und Schwere der Kniegelenksverletzung, erfolgt dann die VKB- Ersatzplastik mittels Semitendinosus- und Gracilissehne (sog. Hamstrings) transarthroskopisch. Bei wiederholter Kreuzbandruptur kann auch ein Ligamentum patellae- Ersatz (Kniescheibenband) erfolgen.

Nachbehandlung:

Nach der Operation ist es erforderlich, 6 Wochen an Unterarmgehstützen zu gehen, das Bein kann jedoch belastet werden. Des weiteren erfolgt die Anlage einer speziellen Orthese für 3 Monate, danach für 1 Jahr bei sportlichen oder beruflichen Belastungen zum Schutz der Ersatzplastik.