Beckenendlage und äußere Wendung

Aufgrund des höheren Geburtsrisikos bei Erstgebärenden empfehlen wir bei Beckenendlage in der Regel den äußeren Wendungsversuch oder die primäre Sektio.

Bei günstigen Voraussetzungen und nach ausführlicher Beratung ist auch bei Erstgebärenden die vaginale Entbindung aus Beckenendlage möglich. Eine Geburtsplanung im Rahmen unserer Sprechstunde ist dazu etwa ab der 35. Schwangerschaftswoche Voraussetzung.

Wenn Sie bereits einmal spontan entbunden haben, können Sie auch Ihr Kind bei uns auf vaginalem Weg aus Beckenendlage entbinden.

Bei der äußeren Wendung wir das Kind von außen aus der Beckenendlage über die Querlage in die Schädellage geführt.

Im Vorgespräch wird der Vorgang erklärt und über Risiken aufgeklärt. Außerdem werden alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt. Daraus ergibt sich eine Einschätzung über die Chancen des Wendungserfolgs.

Für die Wendung selbst werden Sie stationär aufgenommen. Sie wird nach CTG- und EKG-Kontrolle meist unter dem Gebärmutter erschlaffenden Medikament "Partusisten" unter ständiger Kontrolle des Kindes durchgeführt. Nach weiteren CTG-Kontrollen kann die Entlassung am Folgetag erfolgen.

Diese Wendungsversuche haben sich als risikoarm erwiesen. Daher kann dieses Verfahren – bei guten Chancen des Wendungserfolgs – zur Vermeidung eines Kaiserschnitts empfohlen werden.