Wann besteht eine Operationsindikation?

Eine Operationsindikation besteht bei jedem Weichgewebesarkom, dessen Diagnose gesichert ist. Für die diagnostische Sicherung ist als Erstes in den meisten Fällen eine so genannte Inzisionsbiopsie erforderlich. Hierbei wird in Allgemeinnarkose eine Probe aus dem Tumor von ca. 1x1 cm Größe entnommen, um die feingewebliche Charakterisierung des Tumors vorzunehmen. Diese Probe muss bereits an einer Stelle genommen werden, die für die spätere Operation in jedem Fall in das Resektionsgebiet mit hineinfällt. Diese aufwendige „Operations“ Diagnostik ist erforderlich, da die patho-histologische Klassifizierung sehr schwierig sein kann und andererseits aber für die optimale Therapieplanung entscheidend ist. Liegt sodann ein histo-pathologisches Ergebnis vor, kann die Operation geplant werden. Ausnahmen von dieser Regel gelten nur bei größeren Tumoren des Retroperitoneums, wo häufig primär operiert und reseziert wird, da Inzisionsbiopsien nur zu einer Tumorzellkontamination der Bauchhöhle führen könnten.