Welche Komplikationen können bei der Operation auftreten?

Auch an spezialisierten Zentren können Komplikationen nicht ganz vermieden werden. Wie bei jeder Operation kann es auch bei Operationen an den Nebenschilddrüsen selten zu Nachblutungen oder zu Infektionen der Wunde kommen.

Besonders erwähnenswerte typische Komplikationen der Operation der Nebenschilddrüsen sind:

  1. Eine Stimmbandnervenschwäche, die sich durch die Lage der Nebenschilddrüsen in der Nähe der sehr zarten Stimmbandnerven erklärt. Tritt dieses einseitig auf, kommt es zu Heiserkeit, bei beidseitiger Schwäche zu einer sehr schwachen Stimme (Aphonie), selten auch zu Luftnot.

  2. Trotz moderner Diagnostik und viel operativer Erfahrung lässt sich manchmal die erkrankte Nebenschilddrüse nicht finden, so dass postoperativ die Überfunktion der Nebenschilddrüse unverändert ist. Hier muss mit erneuter, auf die spezielle Situation angepasster Diagnostik dann versucht werden, die erkrankte Nebenschilddrüse zu finden.

  3. Typisch nach der Operation ist eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen, das überschüssige Calcium im Blut wird vermehrt von den Knochen aufgenommen und vorübergehend besteht eine zu niedrige Serumcalcium-Konzentration im Blut. Diese an und für sich normalen Reaktion muss relativ häufig medikamentös behandelt werden, eine dauerhafte Unterfunktion der Nebenschilddrüsen ist selten.


Insgesamt ist aber ein Eingriff an den Nebenschilddrüsen in geschulten Händen eine Operation, die Sie nicht besonders in Ihrem Allgemeinbefinden einschränkt. Die Dauer der stationären Behandlung liegt in der Regel bei 3-4 Tagen und ist etwas davon abhängig, wie schnell sich die Calciumwerte im Blut wieder normalisieren.