Magnetresonanztomographie-Einheit (MRT) im Einsatz:

Die MRT-Technologie ermöglicht es, Untersuchungen durchzuführen, ohne Patienten und Untersucher der Röntgenstrahlung auszusetzen.

Das Prinzip der Kernspin-Resonanz wurde 1946 von Bloch und Purcell beschrieben, die hierfür 1952 den Nobelpreis für Physik erhielten. In den 50ern und 60ern wurde die Magnetresonanz in der Chemie und Physik als Werkzeug für Analysen von Stoffen verwendet und leistete einen wesentlichen Beitrag bei der Entschlüsselung der Erbsubstanz DNS. Seit 1983 wird die MRT in den Krankenhäusern für die Untersuchung von Patienten eingesetzt und erfährt seitdem einen rasanten Fortschritt.

Die mit diesem Verfahren erzielten Aufnahmen des Körperinneren zeichnen sich durch einen sehr guten Kontrast der unterschiedlichen Körpergewebe aus. So können krankhafte Veränderungen in sämtlichen Regionen des Körpers mit hoher Auflösung bis in den Millimeterbereich abgebildet werden. Durch das neue Verfahren der Magnetresonanz-Angiographie (MRA) kann in weiten Bereichen die bisher erforderliche röntgentechnische Gefäßdarstellung – Angiographie – abgelöst werden. Für die neue Technik sind keine Punktionen von Schlagadern (Arterien), keine langen Liegezeiten und Druckverbände oder sogar stationäre Krankenhausaufenthalte erforderlich. Das auch weiterhin benötigte Kontrastmittel ist deutlich besser verträglich als das bisher verwendete Röntgen-Kontrastmittel. Es werden zusätzlich wesentlich niedrigere Volumina benötigt. Dabei sind nach einem nunmehr 15-jähigen Einsatz der Magnetresonanz-Technologie Schädigungen für die Patienten und für die Untersucher nicht nachweisbar.