Angebote für pflegende Angehörige

Das St. Marien-Krankenhaus Siegen beteiligt sich seit mehreren Jahren an dem Programm „Neue Herausforderungen im Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Pflege“. Ziel ist es, pflegebedürftigen Menschen den Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Pflege zu erleichtern und Angehörige bei der Übernahme der Pflegetätigkeiten zu unterstützen. Das Programm wurde von der Universität Bielefeld initiiert und wird von der AOK gefördert.

Bereitstellung von Unterstützungsleistungen

Schon heute sind rund zwei Millionen ältere, chronisch oder demenziell kranke Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Der größte Teil von ihnen wird zu Hause versorgt. Um die Versorgung dieser pflegebedürftigen Menschen zu sichern, werden bei diesem Modellprojekt den Angehörigen Unterstützungsleistungen bereitgestellt. Dadurch sollen eine flächendeckende Versorgung von Unterstützungsangeboten im Land sichergestellt und methodische Innovationen gefördert werden.

Kern des Projektes ist die Qualifizierung von Angehörigen. Das St. Marien-Krankenhaus bietet Initialpflegekurse und -trainings an. So können sich Angehörige bereits während des stationären Aufenthalts ihres Familienmitglieds auf die neue Situation vorbereiten. Je nach Bedarf werden bis zu fünf Übungseinheiten á 45 Minuten als Training am Krankenbett angeboten. Die zusätzlichen Kurse finden an drei aufeinander folgenden Samstagen statt. Dabei werden Grundlagen der Pflege vermittelt, aber auch wichtige Informationen zu weiteren Unterstützungsangeboten und Hilfestellung beim Aufbau eines Pflegenetzwerkes gegeben. Die Leitung der Kurse übernehmen speziell geschulte Pflegekräfte.

AOK finanziert Kurse und Trainings

Die AOK finanziert die Kurse und Tranings, die für alle Mitglieder der gesetzlichen und privaten Krankenkassen kostenlos sind. Die Universität Bielefeld flankiert die Kurse mit Qualifizierungsangeboten für Dozenten und Workshops für Pflegeüberleitungen.