Pressemitteilung

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Donnerstag, 12.01.2012

Brustimplantate – keine Gefahr für Patientinnen in Siegen und Olpe

Siegen, 12. Januar 2012 (BZ) – Bei Operationen in den Kliniken des Brustzentrums Siegen-Olpe mit den Standorten Diakonie Klinikum Siegen, St. Marien-Krankenhaus Siegen und St. Martinus-Hospital Olpe wurden in den vergangenen Jahrzehnten die als gefährlich geltenden Brustimplantate des französischen Anbieters, der möglicherweise krebserregendes Silikon verwendet hat,  nachweislich nicht eingesetzt. Dies stellen die Chefärzte der einzelnen Standorte des Brustzentrums Siegen-Olpe fest.

Nach Bekanntwerden des Skandals von dem hierzulande etwa 15.000 Patientinnen betroffen sind,  haben sich bereits zahlreiche Patientinnen an das Brustzentrum gewandt und ihrer großen Sorge Ausdruck verliehen. In den Kliniken des Brustzentrums Siegen-Olpe, das zu den drei größten Zentren in Nordrhein-Westfalen gehört, ist der Anteil kosmetischer Eingriffe verhältnismäßig gering. Der größte Teil der Eingriffe hat medizinische Gründe – etwa der Wiederaufbau einer Brust nach einer vorherigen, krebsbedingten Amputation.

„Wir haben stets auf die Produkte von Herstellerfirmen vertraut, die etwas teurer sind, jedoch schärferen Qualitätsprüfungen standhalten“, sagt Dr. Thomas Schäfer, Chefarzt am Standort im St. Marien-Krankenhaus Siegen. Er führt den Skandal auf den scharfen Wettbewerb bei den Brustimplantaten zurück: „Die Nachfrage ist stetig gestiegen und einzelne Anbieter versuchen, sich über niedrigere Preise Marktanteile zu erkämpfen.“ 

Ob nun das in den französischen Prothesen verwendete Industriesilikon tatsächlich allein für die aufgetretenen Krebsfälle verantwortlich ist, könne jedoch noch nicht zweifelsfrei erwiesen werden. Das Silikon der neuen Generation sei nicht mehr flüssig, sondern verfüge über die Konsistenz eines Puddings, was ein Auslaufen verhindere. „Dennoch spüren wir die große Verunsicherung bei unseren Patientinnen.“

Den Patientinnen, die nicht im Brustzentrum Siegen-Olpe behandelt wurden, empfiehlt Dr. med. Thomas Schäfer einen Blick in ihren Implantatpass zu werfen. Dort wäre der Name des Herstellers der verwendeten Silikonprothese verzeichnet. Auch betont Dr. Schäfer, dass selbst bei Verwendung des „Risikoimplantats“ keine akute Lebensgefahr bestehe, dann jedoch das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden müsse.