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Donnerstag, 01.03.2012

Diagnose "zuckerkrank"

Friesenhagen, 1. März 2012 (GSS) - Am Mittwoch bestand für Interessierte in der Friesenhagener Wohn- und Pflegeeinrichtung „Haus St. Klara“ die Möglichkeit, sich mittels eines Seminars über das Thema „Zuckerkrankheit“ zu informieren. Den Vortrag aus der Reihe „Marien vor Ort“ hielt Dr. Phillipp Kneppe, Diabetologe der Medizinischen Klinik I (Chefarzt Dr. Heinrich Franz) im Siegener St. Marien-Krankenhaus.

„Früher war die Diagnose ‚zuckerkrank‘ für die Betroffenen ein schwerer Schicksalsschlag, denn von da ab musste der Lebensstil fundamental geändert, die Ernährung umgestellt und der Blutzucker in regelmäßigen Abständen vom Arzt eingestellt werden“, berichtete Dr. Kneppe. „Durch vereinfachte Blutzuckertests, die jeder selbst durchführen kann, neue Medikamente und praktische Verabreichung von Insulin lässt sich heute immer besser mit der Krankheit leben.“

Im Rahmen dieser Reihe, die vom St. Marien-Krankenhaus initiiert wurde, vermittelte der Experte den circa 40 Zuhörern umfassende Informationen über die „Volkskrankheit“ und gab auch die Möglichkeit, sich aktiv an der Präsentation zu beteiligen. Das Publikum konnte Fragen stellen, Meinungen äußern oder auch Ängste und Sorgen gemeinsam mit dem Fachmann besprechen.

„Die süße und fettreiche Kost unserer Wohlstandsgesellschaft provoziert unseren Körper, der immer noch auf magere Zeiten eingestellt ist. Dieses Zuviel des Guten, gepaart mit wenig Bewegung, hat zu einem besorgniserregenden Anstieg von Diabeteserkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten geführt“, stellte Dr. Kneppe fest. Er gab dann auch einen Ausblick über die zukünftige Entwicklung: „Die Wissenschaft arbeitet an neuen Therapien, mit denen die Krankheit möglicherweise eines Tages völlig heilbar sein wird, und so wird die Diagnose ‚zuckerkrank‘ eines Tages der Vergangenheit angehören.“

„Alles in Allem war die Veranstaltung in unserem Haus ein voller Erfolg“, resümierte Heimleiterin Gabriele Vaccalluzzo. Sie zeigte sich sehr erfreut über die neu gewonnen Erkenntnisse, die auch in den regulären Alltag in der Wohn- und Pflegeinrichtung einfließen werden.