Zentrum für Urogynäkologie
Bei entsprechender Veranlagung und zurückliegender starker Beanspruchung des Beckenbodens (Geburten, körperliche Belastung) kommt es vielfach zu einer Überbelastung des Bindegewebes, einer Schädigung des Beckenbodens und zu Funktionsstörungen der Blase und des Darms. Oft sind ungewollter Urinabgang (Urin-Inkontinenz) oder Schwierigkeiten beim Stuhlgang die Folge. Auch kann ein Vorfall der Gebärmutter oder der Scheide auftreten.
Zur Diagnostik der Urin-Inkontinenz steht ein urodynamischer Messplatz zur Verfügung. Hiermit können Art und Ausmaß der Urin-Inkontinenz und die optimale Therapie bestimmt werden. Als operative Verfahren kommen folgende Methoden zum Einsatz:
Kolporrhapie
(plastische Rekonstruktion der Scheidenwand)
anterior/posterior repair
(Rekonstruktion des Beckenbodens teilweise mit Implantaten)
sacrospinale Fixation
(Operationsverfahren bei einem Scheidenvorfall)
Kolposuspension
(Operationsverfahren bei Stressinkontinenz per Bauchschnitt)
Beckenboden-Rekonstruktion mit alloplastischen Materialien
tension-free vaginal tape (TVT)
(wenig belastendes Operationsverfahren in Form eines spannungsfrei unter der Harnröhre eingelegten synthetischen Bandes zur Therapie der Stressharninkontinenz)
Sakrokolpopexie
(hierbei wird die Scheide mittels Schlüssellochchirurgie in ihre ursprüngliche Position gebracht)
Eine ambulante Vorstellung zur Diagnostik und Planung der bestmöglichen Therapie ist mit Überweisung eines Frauenarztes oder Urologen nach Anmeldung im Rahmen der urogynäkologischen Sprechstunde jederzeit möglich.
Zur Anmeldung für die urogynäkologische Sprechstunde wenden Sie sich bitte an das Sekretariat Tel. 0271-231-1802.
