Hausnotrufdienst im St. Marien-Krankenhaus Siegen
Die ältere Generation lebt in der Regel nicht mehr mit im Haushalt der Kinder. So ist eine familiäre Betreuung des hilfsbedürftigten Menschen nicht immer gewährleistet. Ziel des Hausnotrufdienstes ist es, älteren oder behinderten Mitmenschen die vertraute häusliche Umgebung so lange wie möglich zu erhalten und ihnen ein selbständiges, weitgehend unabhängiges Leben zu ermöglichen, gerade auch in einer durch Krankheit und Gebrechen veränderten Lebenssituation.
Der ehrenamtliche Hausnotrufdienst des St. Marien-Krankenhauses Siegen besteht seit 1986. Angefangen mit zwei Teilnehmern werden zur Zeit über 140 Hausnotrufteilnehmer betreut.
Nachfolgend wird nun die Funktion des Hausnotrufsystems erklärt:
Voraussetzung zur Teilnahme am Hausnotrufsystem ist ein Telefonanschluß. Neben der Telefonanschlußdose TAE sollte ein freier Anschlußplatz vorhanden sein. Außerdem wird in der Nähe dieser Anschlußdose eine normale Steckdose benötigt. Jeder neue Teilnehmer sollte mindestens zwei Bezugspersonen nennen können - zum Beispiel Nachbarn oder Angehörige, die möglichst in der Nähe wohnen und einen Hausschlüssel für die Wohnung des Teilnehmers besitzen.
Sie erreichen den Hausnotruf über:
Telefon: (0271) 231-2660 (Frau Bettina Steffen)
Telefax: (0271) 231-2299
Hausnotrufdienst - Wie funktioniert das?
Bevor das Hausnotrufgerät bei dem Teilnehmer angeschlossen wird, muss es „programmiert“ werden. Es werden bestimmte Informationen im Hausnotrufgerät gespeichert - Teilnehmernummer, Telefonnummer der Hausnotrufzentrale usw.. Zusätzlich zu dem Hausnotrufgerät bekommt jeder Teilnehmer einen sogenannten Funkfinger. Der Funkfinger hat ungefähr die Größe einer Brosche und wird von dem Teilnehmer stets um den Hals getragen.
Im Notfall braucht nur die rote Taste am Funkfinger gedrückt zu werden. Dann geht ein Funksignal zu dem angeschlossenen Hausnotrufgerät - Reichweite circa 200 Meter. Das Hausnotrufgerät stellt automatisch eine Sprechverbindung - ähnlich einer Wechselsprechanlage - mit der Hausnotrufzentrale her. Die Hausnotrufzentrale wird von den Mitarbeitern der Telefonzentrale bedient. Die Hausnotrufzentrale erkennt schon vor dem Sprechkontakt, um welchen Teilnehmer es sich handelt und wodurch der Notruf ausgelöst wurde. Alle wichtigen Informationen über den Teilnehmer erscheinen automatisch auf dem Bildschirm des angeschlossenen Computer - aus Sicherheitsgründen ist zusätzlich ein Karteikartensystem vorhanden. Falls keine Sprechverbindung gelingt, wird umgehend eine Bezugsperson angerufen, die nach dem Teilnehmer sieht und dann die Hausnotrufzentrale entsprechend informiert. Ist keine Bezugsperson erreichbar, wird die Feuerwehr angerufen. Die Feuerwehr kann sich auch notfalls Eintritt in die Wohnung des Hausnotrufteilnehmers verschaffen.
Wichtig ist, dass jeder Notruf bis zur Klärung verfolgt wird!
Das Hausnotrufgerät des Teilnehmers hat 3 Tasten mit den folgenden Funktionen:
rote Taste:
mit dieser Taste kann ebenfalls ein Notruf ausgelöst werden (Hausnotrufzentrale erkennt beim Eingang des Notrufs, ob dieser durch Funkfinger oder Hausnotrufgerät ausgelöst wurde)
gelbe Taste:
Tagestaste, die vom Teilnehmer täglich mindestens 2-mal gedrückt werden muß (spätestens 24 Stunden nach dem letzten Drücken ertönt ein "Erinnerungston"; wird danach nicht diese Taste gedrückt, wird automatisch ein Notruf ausgelöst)
grüne Taste:
Ab- und Anmeldetaste
Auf den ersten Blick scheint für viele ältere Menschen der Umgang mit dieser Technik etwas verwirrend zu sein. Die Praxis hat jedoch gezeigt, daß nach kurzer Zeit die Berührungsängste vergessen sind.
Gebühren:
Monatliche Grundgebühr: 18,36 EURO
Einmalige Installationsgebühr: 10,49 EURO
Falls ein Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung besteht, kann die zuständige Pflegekasse diesen Beitrag auch direkt mit uns abrechnen. Zur Prüfung dieses Anspruches sollten Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen.





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