Mehr Sicherheit für Brustkrebspatientinnen
Das vom Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen ernannte Brustzentrum Siegen-Olpe erfüllt die hohen Zulassungsvoraussetzungen als Zentrum in der Region. Dies bestätigt eine Prüfung von Experten der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Das Brustzentrum Siegen-Olpe gehört damit zu den ersten drei Zentren in Nordrhein-Westfalen.
Jede neunte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs; im Alter zwischen 35 und 55 Jahren ist Brustkrebs die häufigste Todesursache bei Frauen. Allein im Brustzentrum Siegen-Olpe, bestehend aus den operativen Standorten St. Marien-Krankenhaus Siegen, St. Martinus-Hospital Olpe und Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus Siegen, werden jährlich fast 500 Patientinnen operiert.
„Für die betroffenen Frauen ist die Auswahl der für sie optimalen Klinik ein ebenso entscheidender wie schwieriger Prozess und hinter jeder Fallzahl findet sich ein individuelles Schicksal“, erklärte Dr. med. Matthias Stamm, Vorsitzender des Brustzentrums Siegen-Olpe, und Dr. med. Volker Müller, Chefarzt der Frauenklinik im Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus Siegen, ergänzt: „Mit der Implementierung eines Brustzentrums, das die Kompetenzen großer Kliniken in der Region bündelt, werden Patientinnen bestmöglich unterstützt.“
Dies stellte sich auch bei der nun erfolgten erneuten Zertifizierung durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe heraus: Sämtliche Voraussetzungen für ein Brustzentrum, die das Land Nordrhein-Westfalen fordert, sind erfüllt. Alle drei Häuser betreuen die Brustkrebspatientinnen ganzheitlich, d.h. neben der rein medizinischen Versorgung werden auch psychische Auswirkungen der Diagnose und Therapie bei Brustkrebs beachtet und versorgt.
„Die Besonderheit unseres Brustzentrums besteht darin, dass wir für unsere stark ländlich geprägte Region eine Versorgung auf einem medizinischen Niveau anbieten, das man sonst in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet vermutet“, merkt Dr. med. Matthias Stamm an. „Mit unserem Brustzentrum möchten wir mehr Qualität in Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs in unserer Region erreichen. Dies gelingt durch verstärkte Kooperation unserer operativen Standorte und Kooperationspartner sowie und durch bessere Standardisierung der Behandlung."
Dieses Zusammenwachsen hat Michael Wörster als Koordinator des Zentrums im Blick. Er ist es auch, der gemeinsam mit Stefan Leiendecker das Qualitätsmanagement im Brustzentrum weiterentwickelt: „Viele neue Strukturen wurden gemeinsam mit den Mitarbeitern der Kliniken entwickelt und sind nicht einfach von oben übergestülpt worden“, meint Michael Wörster. Das sehen auch die Mitarbeiter der einzelnen Kliniken des Brustzentrums so, die durch die Zertifizierung noch näher zusammengerückt sind und ein weiteres gemeinsames Ziel – die ständige Optimierung der Diagnostik und Therapie des Brustkrebses – in das Zentrum ihrer Bemühungen gestellt haben.
„Wir sind in dieser Zeit zu einem echten interdisziplinären und standortübergreifenden Team zusammengewachsen“, erklärt Dr. Jürgen Schwickerath, Chefarzt der Frauenklinik im St. Martinus-Hospital Olpe. Gemeinsam mit seinen Kollegen aus Siegen praktiziert er schon seit Jahren erfolgreich die Vernetzung innerhalb und außerhalb des Zentrums, so wie es auch durch das Gesundheitsministerium gefordert wird. Im Fall des Brustzentrums Siegen-Olpe bedeutet dies eine enge Zusammenarbeit der operativen Standorte mit niedergelassenen Ärzten und Selbsthilfegruppen.
„Die Ärztekammer als neutrale Instanz bestätigt uns, dass das Brustzentrum Siegen-Olpe patientinnenorientiert, effektiv und effizient arbeitet", freut sich Dr. med. Thomas Schäfer, Chefarzt der Frauenklinik im St. Marien-Krankenhaus Siegen. Das Brustzentrum verstehe sich dabei als konzertierte Aktion aller Beteiligten - auch der niedergelassenen Ärzte - im Interesse der Patientin und sichere so die Therapiestandards auf höchstem Niveau.
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